Wie Norbert die Liebe suchte und Eros leider helfen wollte – Yansa Brünnling

 

Norbert wünschte, er hätte die Nachricht nicht geöffnet. „Tut mir Leid, aber ich bin nicht interessiert.“ Warum hatte er sich eigentlich noch Hoffnungen gemacht? Das war bereits die fünfte Frau, die er auf dieser Datingseite angeschrieben hatte. Und fünfmal hatte er eine Absage kassiert. Norbert lehnte sich in seinem Stuhl zurück und seufzte. Er würde wohl niemals eine Freundin haben. Wenn er sogar im Internet keine Chance hatte.

Norbert schloss den Browser und startete stattdessen ein Spiel. Vielleicht war es besser so. Eine Freundin würde ihm sicher nur sagen, dass er nicht so viel am Computer sitzen sollte. Gerade hatte er die Kampagne geladen, als ein lautes Poltern erklang und jemand fluchte. Norbert fuhr herum. Das Kellerfenster war aufgestoßen worden und durch den Rahmen zwängte sich ein Mann.

„So ein Mist“, rief dieser, anscheinend steckte er fest.

Panisch griff Norbert sich den erstbesten Gegenstand vom Schreibtisch, eine Flasche Raumspray mit Ozeanduft, und hielt sie wie eine Waffe vor sich. „Keine Bewegung!“, rief er.

Der Mann sah auf. Obwohl es wirklich nicht der richtige Zeitpunkt war, konnte Norbert nicht umhin zu bemerken, wie gut er aussah. Ein perfekt gestutzter Kinnbart, funkelnde blaue Augen, glänzendes Haar und makellos glatte Haut. „Sorg' dich nicht“, rief der Mann und versuchte, sich weiter durchs Fenster zu ziehen. „Ich komme, um zu helfen.“ Er schaffte es, sich ein paar Zentimeter vorzuschieben. „Aha“, rief er doch in genau dieser Sekunde verlor er das Gleichgewicht und stürzte, mit einem weiteren Fluch, kopfüber in das Zimmer.

Norbert erschrak so sehr, dass er fast rückwärts in seinen Rechner gesprungen wäre. Der Mann rappelte sich auf. Jetzt erkannte Norbert, dass er auch noch lächerlich gut gebaut war. Muskeln zeichneten sich unter dem weißen Shirt ab, das er nun glatt strich. Eine eng sitzende Jeans und eine schwarze Lederjacke komplettierten das Outfit. Norbert fühlte sich in seinen verwaschenen Klamotten ein wenig schäbig.

Der Mann lächelte und entblößte eine Reihe weiß glänzender Zähne. Norbert gingen fast die Beine weg, so atemberaubend gutaussehend war der Mann. Dabei stand er noch nicht einmal auf Kerle. Und schon gar nicht auf Einbrecher.

„Das war weitaus schwieriger als gedacht“, erklärte der Schönling und machte einen Schritt auf Norbert zu. Dieser griff schnell hinter sich um auch seine zweite Hand zu bewaffnen. Er erwischte eine Gabel, an der noch eine Nudel vom Mittagessen klebte.

„Stehenbleiben, hab ich gesagt“, rief er und bemerkte verärgert, dass seine Stimme zitterte. Tatsächlich blieb der Mann stehen. Norbert schluckte. „Was tun Sie in meinem Haus?“

Der Mann breitete die Arme aus. „Ich habe gehört, du hast ein kleines Liebesproblem. Und damit will ich dir helfen.“

Norbert hätte fast die Gabel fallengelassen so überrascht war er. „Das können Sie nicht wissen“, stammelte er.

Der Mann lachte auf und warf sich stolz in die Brust. „Haha, doch, das kann ich“, verkündete er. „Ich, musst du wissen, bin nämlich der Liebesgott Eros und ich weiß alles über das Liebesleben eines jeden Sterblichen.“

Diesmal ließ Norbert die Gabel tatsächlich fallen. „Eros? Wie dieses nackte Kind mit den Flügeln und so? Das mit Herzpfeilen schießt?“

Dem Mann, der sich Eros nannte, stieg die Schamesröte ins Gesicht. „Nein“, zischte er. „Das mit den Pfeilen mache ich nicht. Und ich bin nur ein einziges Mal nackt umhergeflogen, weil ich eine Wette verloren hatte.“ Er seufzte. „Wer hätte denn ahnen können, dass Apollo das überall herumerzählen würde. Jedenfalls ...“

Ein lauter Schrei erklang aus den Computerlautsprechern. Norbert drehte sich um. Ein Legionär aus dem Spiel hatte gerade laut stöhnend das Zeitliche gesegnet.

„Was ist das denn?“, fragte Eros irritiert.

 

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