Kennst du das Gefühl, nur einen Strohhalm zu besitzen, an den du dich klammern kannst, um nicht zu ertrinken? Um dich herum tobt das Leben wie ein brausendes Meer und du weißt, du musst dich festhalten, denn alles andere könnte dein Ende bedeuten. Doch was wäre, wenn sich der Strohhalm langsam auflöste? Wenn dein Zufluchtsort zur Todesfalle wird?E…...

Kennst du das Gefühl der Hilflosigkeit, wenn sich all deine Pläne für die Zukunft innerhalb eines kurzen Moments zerschlagen? Es ist, als ob ein Glasgebilde von einem Hammer getroffen wird und in Sekundenbruchteilen in tausende Splitter zerspringt. Jeder Mensch geht anders damit um, doch am Ende bleiben nur zwei Möglichkeiten. Du kannst dich in den Scherben suhlen und de…...

Kennst du das Gefühl, fehl am Platz zu sein. Nicht einfach nur der Neue, nicht einfach nur anders, sondern zur falschen Zeit, am falschen Ort. Wie ein kleiner Fisch, der mitten in eine Haifischschule schwimmt. Du hast zwei Möglichkeiten: Du kannst flüchten oder du kannst die Zähne zeigen. Die Entscheidung liegt bei dir …Acht Minuten waren bereits verstrichen…...

Kennst du das Gefühl, wenn sich deine Hoffnung jäh zerschlägt? Sie zerspringt wie ein Spiegel in Millionen von kleinen Glassplittern. Es dauert, bis du sie sortiert hast, bis du begreifst, dass dein Wunsch niemals in Erfüllung gehen wird. Am liebsten würdest du aus deinem Körper ausbrechen, einfach nicht mehr du sein. Aber das kannst du nicht. Du bist gefange…...

Kennst du das Gefühl, allein gegen die ganze Welt zu kämpfen? Alle stehen dir im Weg. Du wagst es nicht einmal mehr, zu träumen. Dein Leben gleicht einem deprimierenden, französischen Schwarz-Weiß-Film, in dem kaum gesprochen wird und das Schicksal versetzt dir einen Hieb nach dem anderen. Aber du steckst es weg. Denn alles, was du dazu benötigst, ist ein…...

Kennst du diese Momente, die nie vorbeigehen sollten? Ein Augenblick, in dem alles perfekt ist und in dem du am liebsten die Welt anhalten würdest, damit sie sich nicht mehr weiterdreht? Aber du weißt, dass sich etwas ändern wird. Es ändert sich immer alles. Das ist nicht unbedingt schlecht, denn so haben wir die Chance, mehr von diesen Momente…...

Kennst du dieses Gefühl, dich immer wieder beweisen zumüssen? Wenn du dich immer wieder durchsetzen musst, umdir das Standing zu erarbeiten, das du gerne hättest? JedesRudel hat sein Alphatier, selten von Geburt an. Eine solchePosition muss erkämpft werden. Ein Beispiel hierfür sindHunde. Im Rahmen der Familie wissen die Vierbeiner um ihrePosition, wissen, dass die Rolle des Alphatiers dem Halterzufällt. Aber wenn du deinen Hund auf einer H...

"Er wusste, wie sich das anfühlte. Er hätte am liebsten mit ihr gesprochen, um zu zeigen, dass sie nicht allein war. Oder um sich selbst einzureden, dass er nicht allein war." Die Adoleszenz: Einsamkeit, das Gefühl der Ohnmacht gegenüber den Taten der Erwachsenen und auch gegenüber den Schmähungen anderer Gleichaltriger. Wie sich selbst definieren, wie ausbrechen? In dieser Sammlung von Kurzgeschichten befasst sich der Autor mit dieser Them...

Uilleam brütete in der Bibliothek der Wassermagier über mehreren Folianten. Der Band des großen Arkanums schaute ihn vorwurfsvoll an, aber er musste vorher noch einige andere durcharbeiten. Morgen Nacht war es soweit! Vermutlich hatte ihm ein Fehler im magischen Auswahlsystem diese Prüfung eingebrockt. Schließlich studierte er erst im zweiten Semester. Er war ein blutiger Anfänger! Egal, was er dem Prüfungsam…...

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Die Kohlen glühten in pulsierendem orangen Licht und die Flammen züngelten höher, von einer unsichtbaren Kraft in Richtung des Novizen gezogen, der sich ihnen mit leise tappenden Schritten näherte. Lerik kannte ihn gut. Merin war es schließlich gewesen, der ihm damals erklärt hatte, dass hier oben im Gebirge die Herrscher der Welt lebten. Oder so ähnlich. Schließlich waren sie da…...

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Mensch ärgere Dich – Annika Franke
Kurzgeschichten / November 28, 2016

Es begab sich, dass zwei Göttinnen auf dem Olymp ihre 253188. Partie Schach spielten. Hera, sowohl Schwester als auch Gemahlin des Zeus, führte die schwarzen Figuren an. Athene, Göttin der Weisheit, taktierte, um den Weißen zum Sieg zu verhelfen. Seit einer geschlagenen Stunde überlegte sie sich schon ihren nächsten Zug.Stöhnend stützte Hera ihr Haupt auf eine Hand. „Wir haben nicht ewig Zeit, Athene.“Eine junge Frau kam kic...

Kostas und Ioanna – Holger Vos
Kurzgeschichten / November 28, 2016

Sie ging mit schnellen Schritten die Straße entlang. Es hatte aufgehört zu regnen; bunte Lichter spiegelten sich in den Pfützen. Ioanna war zufrieden mit sich, sie fühlte sich leicht, befreit. Mit dem Kapitel ‚Vater‘ hatte sie endgültig abgeschlossen. Darauf würde sie nun etwas trinken gehen. Sie befand sich in einem der Randbezirke der Stadt und blickte in eine der Seitenstraßen, die sich nach Norden wandten. Diese gab den B...

Höllische Mission – Sabine Winkler
Kurzgeschichten / November 28, 2016

Prolog„Sie geht hier ein und aus.“„So ist es seit Anbeginn der Welt ihr Recht.“„Und auf Erden nimmt ihre Macht wieder zu. Ich existiere nur noch als Operettenfigur, ihr wird geopfert. Wir sollten der Sache ein Ende setzen. Überleg dir was!“„Wieso ich?“„Es geht um Frauen -“„Damit hab ich nichts zu tun. Du bist der Experte.“„Eben - deshalb bist du der Richtige, nicht vorbelastet.“„Und wer macht meinen Job? I...

Wie Norbert die Liebe suchte und Eros leider helfen wollte – Yansa Brünnling
Kurzgeschichten / November 28, 2016

 Norbert wünschte, er hätte die Nachricht nicht geöffnet. „Tut mir Leid, aber ich bin nicht interessiert.“ Warum hatte er sich eigentlich noch Hoffnungen gemacht? Das war bereits die fünfte Frau, die er auf dieser Datingseite angeschrieben hatte. Und fünfmal hatte er eine Absage kassiert. Norbert lehnte sich in seinem Stuhl zurück und seufzte. Er würde wohl niemals eine Freundin haben. Wenn er sogar im Internet keine Chance ...

Hades‘ Wille – Markus Prenner
Kurzgeschichten / November 28, 2016

  Frank kam gerade aus dem Krankenhaus. Vor knapp einer Woche hatte ihn ein leichter Herzinfarkt dorthin befördert. Herzinfarkt, dachte er noch immer erschüttert. Er war knapp sechzig Jahr alt. In der heutigen Zeit war das doch noch kein Alter! Gute zwanzig Jahre könnte er doch sicher noch haben. Frank hatte seine Laster, die er nicht aufgeben wollte. Dinge wie rau…...

Elias – Hemmi A. Caulfield
Kurzgeschichten / November 28, 2016

Noch einmal drehe ich mich um, als wir im Begriff sind, die Treppen zur U-Bahnstation hinunter zu gehen. Der Brunnen, den ich hinter mir aus dem Augenwinkel gesehen habe, zieht meine Aufmerksamkeit auf sich. Meine Füße schmerzen, ich bin müde, alles was ich möchte ist, mich auf das zu harte Hotelbett fallen zu lassen und für die nächsten Stunden dort liegen zu bleiben, nichts zu tun, außer Cola zu trinken und die letzten Chipskr...

Das Schicksal ist ein mieser Granatapfel – Jana Franke
Kurzgeschichten / November 28, 2016

Jetzt bin ich gerade 17 geworden und um mich herum ist Winter. Ich weiß nicht, wieso du weg bist, Kore. Demeter ist wahnsinnig vor Schmerz. Sie hat ihren Laden geschlossen. Die Blumen sind erfroren. Mama und Papa sind bei ihr. Aber das hilft nicht. Es schneit und schneit. Wir haben Mai. Der Schnee der Berggipfel fällt ins Tal und die Jahreszeit heißt Winter. Ich sitze im Olivenbaum mit allen Decken, die ich finden kann, starre vor mi...

Akúo – Matthias Delbrück
Kurzgeschichten / November 28, 2016

Es kitzelte leicht am Hals, ein feuchter Hauch am Ohr, wie ein Tautropfen. Er riss seine Augen auf und sah ein Frauengesicht von sich zurückweichen. Dann stand die Figur im Gegenlicht der viel zu warmen Novembersonne vor ihm und blickte mit leicht geöffnetem, aber schweigendem Mund auf ihn und sein halb besetztes Zweiertischchen. Und schien ihn trotz seinem leuchtend hellgelben Pullunder auch wieder nicht richtig zu sehen. Und dies la...

Das Flüstern des Todes – Stephanie Richter
Kurzgeschichten / November 28, 2016

PersephoneMeine Welt war ein Grab. Und in ihr herrschte Dunkelheit. Ich vermisste den Wind in meinen Haaren und das Gras unter meinen Füßen. Ich vermisste das Lachen der Menschen. Ich vermisste es, selbst ein Mensch zu sein. Für eine kurze Spanne war es mir zwar erlaubt, zu ihnen zurückzukehren. Aber ich war keine von ihnen mehr. Die Augen der Olympier waren überall, überwachten jeden meiner Schritte. Unter Menschen zu sein war zw...